Der Entwurf für das Museum sieht im Wesentlichen ein Belassen der gesamten Baustruktur des Laubenhauses, eine Bereinigung des Innenhofes von allen rezenten Einbauten und Balkonen, sowie die Schaffung von Ausstellungsräumen im Bereich des Wirtschaftstraktes vor. In den historischen Bestand des Wirtschaftstraktes werden drei neue Raumvolumina eingestellt: eine vertikale Erschliessung mit Lastenlift, Installationsführung und zugleich statischer Funktion im südlichen Erdgeschossraum verbindet einen unterirdischen Ausstellungssaal mit Nebenräumen, sowie einen als Haus im Haus konzipierten Ausstellungsraum mit Freiräumen im Dachgeschoss.
Materialien:, geschlossener Treppenbereich, helle Ausstellungsräume, dunkle Verschalung an den neuen Architekturelementen, einheitlicher Bodenbelag
Möblierung: eingestellte Einzelelemente
Lichtkonzept: begleitende Lichtstreifen im Durchgang, Lichtelemente im Innenhof bilden Oberlichten für unterirdischen Ausstellungsraum, Inszenierung des Dachgeschosses
Architektonisches Konzept
Wirtschaftstrakt: historische Hülle bleibt erhalten, geschlossener Baukörper für vertikale Erschliessung mit Lastenlift für Kunsttransporte wird eingestellt und übernimmt zugleich Installationsführung und statische Funktion; im Dachgeschoss neuer Ausstellungsraum als Haus im Haus mit begehbaren Freiräumen, Anhebung Dach und damit grössere Raumhöhe denkbar; einheitliches Niveau und Oberflächengestaltung im gesamten Durchgang;
WC Anlagen. Innenhof: Skulpturenpark, unterirdisch neuer Ausstellungsraum mit Lichtdecke. Laubenhaus: Belassen der historischen Baustruktur.
Ausstellungskonzept
Wirtschaftstrakt: im Erdgeschoss offener Kassabereich mit Info, Mediathek, self-service Theke als eigenständiger abschliessbarer Bereich; im Dachgeschoss Ausstellungen von Malerei, Grafik, Objektkunst, sowie Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte möglich; im unterirdischen Raum Ausstellung von Malerei, grossformatigen Objekten bzw. Projektionen, Lichtkunst, Performance…
Innenhof: frei zugänglich, Eröffnungen und Veranstaltungen im Freien.
Laubenhaus: bleibt vorwiegend dem Museum für Alltagskultur vorbehalten, daher hier für das Würth Museum Büro, Nebenräume, etc., die für Veranstaltungen nutzbar sind; im Saal Skulpturen bzw. grossformatige Malerei, in den anliegenden Räumen kleinformatige Kunst und Grafik möglich.
Denkmalpflegerisches Konzept
Wirtschaftstrakt: Abgraben archäologisch begleiten, Unterfangung bzw. statische Sicherung der des Mauerwerks;
statische Sicherung Gewölbe, Reinigung und Restaurierung Mauerwerk, Belassen bzw. Restaurierung historischer Oberflächen; statische Sicherung bzw. Sanierung Dach;
Abbruch rezente Trennmauer im südlichen Raum, Aufweitung Tür zum Innenhof auf ursprüngliche Breite, Durchbruch Gewölbe im südlichen Raum im Bereich starker Gewölbesetzungen, Durchbruch Nischen als Zugang bzw. für Einsicht aus dem Durchgang denkbar. Innenhof: Abgraben siehe Wirtschaftstrakt; Abbruch rezenter Einbauten, Balkone etc., Wiederherstellen der abgewitterten Verputzoberflächen als Schutz für das freiliegende Mauerwerk. Laubenhaus: Belassen der baulichen Struktur, sowie Treppen und Ausstattungen, Entfernen von nicht fachgerechten rezenten Überputzungen und Tünchen, Restaurierung von originalen Oberflächen, Installationsführung.
Museum für Alltagskultur
Belassen der baulichen Struktur mit entsprechenden Ausstattungen, Entfernen von nicht fachgerechten Tünchen an Oberflächen und Ausstattungen, Restaurierung von originalen Oberflächen; Sicherung der Mauerbank Richtung Innenhof, Sicherung und einheitliche Gestaltung der Balkongeländer und Treppenläufe; Belassen des Dachstuhls, Reinigung, notwendige Reparaturen Tragwerk und Dach;
Im den beiden oberen Geschossen bei Bedarf Entfernen von rezenten Raumteilungen und Gestaltung als Ausstellungsräume denkbar.


