Aufgabe: Historische Stadt Erweiterung
Auftraggeber: Gemeinde Brixen
Zeitraum: 2005-
Status: in Bearbeitung
Ort: Brixen – Südtirol
Größe: 8.000m2
Budget: 3,2 MIO
Team: Lanz + Mutschlechner, M. Lukas, C. Wurz

Der Beitrag, mit dem wir den Wettbewerb zur Stadtentwicklung Priel im Norden Brixens im Jahre 2005 gewonnen haben sieht die Erhöhung des Platzniveaus (derzeit reine Parkplatzfläche) durch eine eingezogene Ebene um etwa 4m vor. Die Parkebene bleibt darunter erhalten, wird im aktiven Stadtbild jedoch durch die neue Ebene ersetzt. Auf dieser entsteht eine großzügige Freizeitfläche, die als stadtnahe Erholungszone verstanden werden kann. Die neue Ebene stellt zudem das Erdgeschoß für die geplante Bebauung dar, die programmatisch aus einer Musikschule, Kubaturen für ein neues Hotelgebäude sowie Wohnbau bestehen wird. Zum Zweck dieser neuen Bebauung arbeiten wir derzeit an der Machbarkeitsstudie, zur optimalen Verteilung der Volumina. Ein Teil der Erweiterungszone wurde bereits Realisiert; die neue Kletterhalle Brixens wurde im Frühjahr 2012 eröffnet und stellt eine erste Etappe in der Stadterweiterung in diesem Bereich dar.

Jurybewertung zum Wettbewerbsbeitrag:

„Das Projekt besticht durch die einfache und klare Platzberandung, die imstande ist, die Zergliederung am Stadtrand aufzufangen. Der Übergang zwischen ausfließender Altstadt und angrenzendem Grünraum wird durch die Schaffung einer Geländekante als urbane Schnittstelle definiert. Durch die sparsame und präzise Anordnung der Gebäudevolumen entsteht ein gut proportionierter Platz am Eingang zum Stadtzentrum.

Vom oberen Geschoss der Garage erreicht der Besucher auf gleichem Niveau den neuen städtischen Innenraum, von wo der Blick über die niedere Bebauung hinweg wie selbstverständlich auf die Silhouette der Altstadt gelenkt wird. Die bestehenden Einzelbauten werden nicht verdeckt, sie sind auf natürliche Weise eingebunden. Die Wegverbindungen in Richtung Altenmarktgasse bzw. Postpark werden gleichwertig behandelt. […]

Die Vorgaben für die Baukörper beschränken sich auf die Gliederung der Baumassen und bilden so eine ideale Grundlage für den Durchführungsplan. Für die weitere Planung sind klare Rahmenbedingungen formuliert, die genügend Spielraum für die detaillierte Ausführung lassen.

Dieses Projekt [erweist sich] aufgrund der richtigen Grundsatzentscheidung von allen eingereichten Projekten als die beste Grundlage für die weitere Bearbeitung.“