Ein Dorf wächst – Teis

Auftraggeber: Gemeinde Villnöss
Fertigstellung: 2011

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Das Dorf wächst durch die Weiterführung der bestehenden Dorfstruktur und Morphologie sowohl in den Gebäuden als auch im Wegenetz. Das natürliche Gelände bleibt größtenteils erhalten, die Neubauten folgen in ihrer Situierung und Ausrichtung der Topografie. Die Gebäude innerhalb der Wohnbauzone sind in Größe und Strukturierung ähnlich und einheitlich gestaltet. Die Baurechtsflächen erlauben die Errichtung von Doppelwohnhäusern. Private Stellplätze werden zum Teil unterirdisch in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht; oberirdische Stellplätze sind als Unterstände an oder ohne Dach zwischen den Gebäuden möglich. Die Feuerwehrhalle liegt als unterirdisches Gebäude unmittelbar neben der Zone Durns, ist aber nicht Teil dieses Durchführungsplanes. Die Erschliessung der Zone erfolgt über die von der Landesstrasse SP 75 sowohl oberhalb als auch unterhalb der Feuerwehrhalle Richtung Westen abzweigenden Stichstrassen, sowie über das interne private Wegenetz.

Durch die siedlungsplanerische Analyse von Teis werden einige zeitgemäßen Bebauungsmuster (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Reihenhaus, usw.) der bestehenden Dorfstruktur gegenübergestellt, während sich das vorgeschlagene Bebauungskonzept von der bestehenden Siedlungsstruktur ableiten lässt. Die Erschließung der Zone erfolgt durch eine Stichstraße, die zu einem Hauptplatz hinführt, an dem die öffentlichen Funktionen angegliedert werden und wo der unterirdischer Parkplatz vorgesehen wird, der der ganzen Zone dient. Die Zone ist somit großteils autofrei und weist ein Höchstmaß an öffentlichen Raum auf. Die Wegführung ist auf eine überzeugende Art mit der des bestehenden Dorfes abgestimmt. Die Wege, die ins Dorf führen, haben den Charakter eines Kirchweges und gliedern fünf verschiedene Bereiche, die im Plan als „Insel“ bezeichnet werden. Durch das Selbstbewirtschaften seitens der Bewohner von den Restflächen in diesen Inseln entstehen halböffentliche Bereiche, die das Identitätsgefühl und das soziale Leben fördern. Der sehr steile Zonenbereich wird bewusst unberührt gelassen, damit das Gelände unverändert bleibt und keine hohen Stützmauern erforderlich sind.